Warum wir vom verklebten Notizblock über komplizierte Excel-Tabellen endlich bei der perfekten Lösung für unsere Imkerei gelandet sind.
Jeder Imker kennt das Problem: Man steht am Bienenstand, die Sonne brennt, die Bienen sind aktiv und die Finger kleben unvermeidbar fest. Propolis und Honig sind wunderbare Naturprodukte, aber sie sind der natürliche Feind jeder sauberen Dokumentation. Wir blicken nun auf drei Jahre Erfahrung zurück und möchten teilen, wie wir unser System endlich in den Griff bekommen haben.
Der Klassiker: Verklebte Blätter und Excel-Frust
Am Anfang haben wir es so gemacht, wie es viele lernen: mit dem klassischen Notizblock. Das Ergebnis? Nach nur wenigen Wochen waren die Seiten so miteinander verklebt, dass ein einfaches Nachschlagen zur Zerreißprobe wurde. Wer will schon wertvolle Zeit damit verschwenden, Papierseiten vorsichtig voneinander zu trennen?
Unser nächster Versuch war eine aufwendige Excel-Tabelle. Digitalisierung klingt modern, aber die Realität sah oft so aus: Wir saßen abends zu Hause und haben uns verzweifelt gefragt: „Was war nochmal bei Volk Nr. 5 los? War die Königin da oder haben wir nur Stifte gesehen?“ Die Erinnerung trügt oft schon nach einer Stunde, wenn man mehrere Völker durchgesehen hat.
Unsere Rettung: Die Pin-Stockkarte
Seit drei Jahren nutzen wir nun die Pin-Stockkarte und sind mehr als zufrieden. Das Prinzip ist so simpel wie genial: Die Dokumentation passiert direkt während oder sofort nach der Durchsicht an der Beute. Man setzt einfach die Pins – und das Beste: Das funktioniert sogar problemlos mit Imkerhandschuhen!
Der Clou an unserem System: Am Ende des Imkertages machen wir einfach ein schnelles Foto von jeder Karte. Damit ist alles „im Kasten“. Keine Übertragungsfehler, kein Vergessen und keine unleserliche Handschrift mehr.
Robust, sauber und einfach
Ein riesiger Vorteil ist die Wartung. Sollten die Pins doch einmal verklebt sein, ist das kein Weltuntergang. Man nimmt sie einfach kurz mit, wäscht sie ab und weiter geht’s. Die Karte selbst hält Wind und Wetter stand und bleibt über die ganze Saison perfekt lesbar.
Unser Tipp für alle (besonders für Anfänger): Fangt gar nicht erst mit dem Zettelchaos an. Die Pin-Stockkarte spart Nerven, Zeit und sorgt für eine lückenlose Historie eurer Völker.
Der gemütliche Teil des Imkerns
Dank dieses hybriden Systems – analoge Pins am Stand, digitale Fotos für das Archiv – beginnt der entspannte Teil des Tages erst richtig, wenn man wieder zu Hause ist. Man kann sich in aller Ruhe bei einem guten Glas Wein zurücklehnen, die Fotos auf dem Smartphone durchgehen und die Völker Revue passieren lassen. So macht moderne Imkerei wirklich Spaß!
Wie dokumentiert ihr eure Durchsichten? Schreibt es uns in die Kommentare!


Schreibe einen Kommentar